20. Januar  bis  13. März 2020

DIPLOMARBEITEN Studiengang Fotografie 2018–2020

Die eigene Bildsprache

80 Millionen. So viele Bilder wurden im vergangenen Jahr auf Instagram geladen. Die Betreiber sagen, dass täglich 60 Millionen Menschen die Plattform nutzen. Die Bildredaktion von Tamedia erhält nach eigenen Angaben Tag für Tag 15 000 Agenturbilder zugeschickt. Hinzu kommen etwa 500 Bilder, die Tamedia pro Tag selbst produziert oder in Auftrag gibt. Wie will man als Fotograf oder Fotografin in diesem Meer von Bilderwelten sichtbar bleiben?

Autarke, eigenwillige fotografische Handschriften, die sich nicht zwingend an modi­schen Strömungen orientieren, und Themen, die nicht nach Trends schielen: sie erlangen mittel- oder langfristig noch immer Visibilität. Auch wenn wir die zweifellos vorherrschenden schwierigen Rahmenbedingung anerkennen müssen, sind wir über­zeugt, dass eine eigene, klare fotografische Position und Haltung im professionellen Umfeld immer gesehen und beachtet wird. Darum ist in der Fotografenausbildung am MAZ die Entwicklung einer eigenen Bildsprache von zentraler Bedeutung. Gemeinsam mit dem Fotografen Andri Pol begleiten wir im Fach Autorenfotografie unsere Studen­tinnen und Studenten in diesen Findungs- und Entwicklungsprozessen.

Die ausgestellten Arbeiten von Mario Baronchelli, Christian Dinkel, Claude Hofer, Benjamin Rauber, Katja Schmidlin, Nora Steffen, Dominic Wenger, Mike Wolf, Martin Zemp und Silas Zindel geben einen Einblick in das Schaffen im Studiengang Fotografie.

Reto Camenisch – MAZ Studienleiter Fotografie


MAZ Galerie
20. Januar bis 13. März 2020
MAZ, Murbacherstrasse 3, 6003 Luzern